Nadine Stockmann - Systemischer Coach (SG)

Interview Simone Krotz

 

Nadine: Hallo und herzlich willkommen, liebe Simone. Danke, dass du dir die Zeit heute genommen hast, um hier bei "Dein Online-Coaching TV" teilzunehmen und ein bisschen über deine Geschichte zu erzählen und dass wir über dein Online-Coaching Business sprechen. Fangen wir mal kurz damit an, dass du dich vorstellst.

Simone: Ja, gerne. Also ich bin Simone. Ich sitze oder stehe vielmehr gerade hier in meiner Wohnung in Stuttgart. Dort lebe ich mit meinem Mann und mit meiner Katze. Die süßeste Katze natürlich, die es gibt.

Ich bin Diät-Assistentin. Das ist so mein Grundberuf. Ich habe in meinem dreiunddreißig Jahren jetzt schon vieles gemacht. Es ist auch mein Interesse, immer mal wieder etwas Neues zu machen. So bin ich Diät-Assistentin, Ernährungsberaterin ... Ich habe auch mal eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht und vor allem ich bin jetzt auch Live-Online-Trainerin. Das ist so mein Thema, dem ich mich jetzt gewidmet habe und ich mich sehr, sehr freue und sehr drin aufgehe. Ich liebe alles, was neu ist. Ich hab immer so ein Interesse an was Neuem und finde es einfach spannend.

Ich glaube, was mich so sehr zu meinem Grundberuf geführt hat ist, dass ich als Kind auch popelig war und meine Schwester, meine ältere Schwester, mir dann immer gesagt hat, ich soll hier bei uns im Haus die Treppen auf und ab rennen. Damit ich schwitze. Das wären dann die Tropfen, die dann aus meinem Körper kommen. Und ja, es war irgendwie immer so als lustig in Erinnerung geblieben. Und ich glaube, so bin ich eben der Assistentin geworden.

Es hat mich da ein Stück weit hingeführt und da hab ich in den letzten Jahren eben viel, viel gemacht. Also Ernährungsberatung, Ernährungstherapie, auch seit über 10 Jahren. Jetzt mittlerweile auch Seminare, Vorträge und Unterricht. Dem Thema hab ich jetzt nicht mehr gewidmet und angeschlossen, weil mich einfach interessiert und fasziniert, wie Menschen optimal lernen und wie man das in Vorträgen und Seminar wirklich gut machen kann. Lange Zeit offline und jetzt eben auch online.

Nadine: Ja, super. Also du hattest ja richtig viele Berufe und Fachexpertisen. Also Ernährungsweisen, Tendenz Live-Online-Trainerin ... Kannst du noch mal ein bisschen schildern, wie du dich entschieden hast, noch mehr online zu gehen? Auch Online-Coaching in dem Thema Live-Seminare zu geben? Um einfach noch ein bisschen intensiver einzusteigen. Wie kam es, dass du da so eine Leidenschaft entwickelt hast?

Simone: Ja, das ist eine gute Frage. Also wie kam es dazu? Ich glaube, wenn ich mir das jetzt so rückblickend angucke, waren es im Prinzip drei Dinge, die letztendlich dazu geführt haben. Und zwar als Erstes meine Oma; als Zweites mein Interesse an Neuem und an Weiterentwicklung. Und das Dritte ist das Bekannte: Der Virus im Prinzip.

Meine Oma, die ist jetzt schon 98, das finde ich wirklich beachtlich. Und die sagt immer, dass der Zwang zur Veränderung oft hilfreich ist. Und das war mir so noch im Kopf geblieben. Ich bin dann vor fünf Jahren so in die digitale Welt, in die Online-Welt gekommen, dass ich erst einmal Ernährungsberatung per Video und per Chat gemacht habe und dann auch Online-Kurse für ein Unternehmen gestaltet und dann auch implementiert habe.

Seit acht Jahren gebe ich auch Seminare für die "Deutsche Gesellschaft für Ernährung" zum Beispiel.

Und die Anfragen sind dann natürlich enorm hochgegangen, das Ganze online live zu machen. Und kommt der Virus ins Spiel. Vor circa über einem Jahr war da wirklich ein enormer Anstieg. Das hat das Ganze noch mal sehr beschleunigt.

So bin ich im Prinzip dazu gekommen, das Ganze auch online zu machen. Ich war also schon immer irgendwie ein bisschen onlineaffin und natürlich auch interessiert, da etwas Neues zu tun. Was anderes zu tun.

Nadine: Das heißt also, dein Thema ist gar nicht nur Gesundheit und Ernährung.

Was ist dein konkretes Expertenthema? An wen genau richtet sich dein Angebot?

Simone: Meine Seminare, die ich selber gebe oder bisher gegeben habe, war immer in meinem Grundberuf. Es ging immer um Ernährung. Und jetzt wandelt sich das seit einem Jahr. Jetzt ist es: "Wie kann ich Dinge online gut machen?"

Das ist im Prinzip das Angebot. Wie kann jemand - ein Dozent oder ein Seminar Anbieter -, der etwas online und live von einer Gruppe präsentiert, das wirklich richtig gut machen? Sodass die Zuhörer wirklich was mitnehmen, wirklich am Ball bleiben, über mehrere Stunden auch aufmerksam bleiben und sind. Das ist oftmals die Hürde, die Herausforderung online.

Es richtet sich also an die Dozenten oder Seminar Anbieter, die vielleicht bisher offline, also in einem normalen Präsenzseminar ihre Inhalte vermittelt haben: Wie können die das jetzt online wirklich richtig gut und erfolgreich machen?

Da geht es also nicht mehr um die Ernährung. Das kann jedes Thema sein. Es geht einfach darum, wie und mit welchen Werkzeugen ich mein Thema online live gut vermitteln kann.

Nadine: Du zeigst sozusagen anderen Trainern, Beratern, Dozenten, Seminar Anbietern, wie sie alles interaktiver gestalten können oder wie sie alles lebendiger gestalten können. Hab ich das so richtig verstanden?

Simone: Ja, genau. Ja zum Beispiel. Das ist ein wichtiger Punkt. Wie sie es lebendiger gestalten können, ist ein Punkt. Wie sie Interaktion einbauen können, ist auch ein Punkt. Und dann gibt es da noch ganz viele andere Facetten, die die dazu führen, dass es ein rundum gelungenes Onlineseminar wird.

Das fängt im Prinzip schon bei der Vorbereitung an, also bei der Ausschreibung und bei der Einladung für die Teilnehmer. Der Einstieg ist da ganz wichtig. Was sag ich wann und wie und wie mach ich das?

Die pädagogischen Gesetze und gehirngerechtes Lernen gelten offline und auch online. Es sind im Prinzip die gleichen Regeln oder Gesetze. Aber die Art und Weise ist anders.

Du hattest die Interaktion angesprochen. Das ist im Prinzip auch wirklich ein wichtiger Punkt, weil die Interaktion ist wirklich ganz anders online. Die funktioniert auch, nur muss ich wissen, wie. Wie ich die Zuhörer da mitnehme und sie anleiten. Und das ist anders, als wenn wir sonst in einem in dem Präsenzraum sitzen und mit Flipcharts oder mit Pinnwänden arbeiten. Da hab ich andere Möglichkeiten online. Es geht. Nur eben anders.

Nadine: Okay, also mal angenommen, ich bin jetzt eine offline Seminar Anbieterinnen und komme jetzt zu dir in dein Coaching. Wie muss ich mir die Zusammenarbeit so ungefähr vorstellen?

Simone: Es ist im Prinzip wie ein Buffet bei mir. Ich biete vieles an, aber was derjenige dann nimmt, das entscheidet er selber. Also ich biete vieles an, zwinge aber nichts auf. Die Zusammenarbeit läuft ganz konkret. Ich gebe die Werkzeuge, was methodisch-didaktisch beachtet werden sollte im virtuellen Seminarraum.

Und genau: Wie kann ich den Einstieg gestalten? Wie kann ich das bewegt gestalten und dass sich eine Verbundenheit aufbaut?

Oftmals ist es so, dass viele Dozenten dann sagen "Boah nee, also online, das kann ich mir nicht vorstellen". Im Prinzip ist es ja so: Wir sind alleine im Raum und führt irgendwie Selbstgespräche oder sprechen mit einem Bildschirm.

Das ist ja ganz distanziert und kalt. Wie soll das gehen? Und genau dafür gibts eben verschiedene Methoden, wie das funktionieren kann.

Und klar, ein wichtiger Punkt ist natürlich dabei die Technik. Um die kommen wir nicht drum rum. Das ist so die Basis, die Ausrüstung. Und da gibts viele Programme. Es fängt dann im Prinzip damit an, welche Programme ich vielleicht nutzen kann. Was kann ich machen? Was kann ich wie einsetzen? Und vor allem wie kann ich die Interaktion gestalten? Da haben wir ja auch verschiedene Möglichkeiten, das zu tun.

Nadine: Kannst du so eine Möglichkeit nennen? Mit was arbeitest du? Und wie? Wie machst du das mit Teilnehmer*innen?

Simone: Also konkret ist es auf jeden Fall so, dass, wenn wir in einem virtuellen Seminarraum sind, es wirklich darum geht, die Aufmerksamkeit zu halten.

Ich glaube, das ist wichtig, weil die Aufmerksamkeitsspanne online noch geringer ist als offline. Wie kann ich die Aufmerksamkeit halten? Immer dann, wenn der Teilnehmer was selber tut.

Das kann unterschiedlich sein. Also es kann zum Beispiel sein, dass er eine Bewegung macht. Also wirklich der Körper arbeitet mit. Das muss jetzt keine Kniebeugen sein oder so was. Es reichen schon wirklich kleine Bewegungen aus, wie zum Beispiel die Hand heben, etwas in die Kamera halten ... Kurze Daumentests. Also wirklich kleine Bewegung, Mikrobewegungen reichen schon aus. Das ist zum Beispiel eine Interaktionsmöglichkeit.

Weil die Aufmerksamkeit so zu kurz ist, ist die Empfehlung, alle fünf bis zehn Minuten eine Interaktion zu machen.

Das heißt, dass ich als Dozent wirklich auch viele Fragen stellen und die Teilnehmer miteinbinden darf. Und dann kann ich eben mit Mikrobewegungen arbeiten. Ich kann den Chat nutzen.

Auch das kennen wahrscheinlich viele. Bei den meisten Programmen gibts den in der Regel immer. Also mir ist gerade keines bekannt, wo es das nicht gibt. Beim Chat gibts aber auch so ein paar Gefahren. Es ist ja manchmal so, dass da alles Mögliche reingeschrieben wird. Das darf auch nicht sein. Deshalb braucht es da ein paar Regeln. Wie gehe ich mit dem Chat um und wie nutze ich ihn? Dann kann ich den ganz aktiv für ein Sammeln von Informationen nutzen und die Teilnehmer immer wieder bitten, da etwas reinzuschreiben. Das wären so die Interaktionen.

Nadine: Du zeigst deinen Kursteilnehmern, welche Interaktionen es gibt und welche Technik-Tools man benutzen kann und welche Regeln gelten. Online statt offline. Habe ich etwas vergessen?

Simone: Genau. Auch wie sie es auch visualisieren können. Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt. Die Visualisierung. Wie sie auch vor allem auf dem Bildschirm wirken und wie wichtig das ist. Auch da gibts unterschiedliche Meinungen und Ansichten. Aber meine Meinung und Ansicht ist ganz klar, dass alle die Kamera anhaben.

In der Schule haben sie die Kamera oft aus. Da mag es auch Gründe dafür geben und es kann auch völlig in Ordnung sein. Aber um es wirklich interaktiv zu gestalten, ist meine Empfehlung, immer mit der Kamera zu arbeiten. Und ich als Seminarleiter sowieso. Dann ist es auch wichtig, wie ich auf dem Bildschirm wirke.

Und warum ist es wichtig? Es ist hauptsächlich wichtig, um eine Vertrauensbasis zu erschaffen. Das ist digital besonders wichtig, auch um die Interaktionen machen zu können. Und vor allem auch, um dieses Wir-Gefühl zu schaffen, damit diese Distanz geringer und das Wir-Gefühl größer wird. Das ist Wichtige dabei. Und da braucht es eine Kamera.

Nadine: Das erlebe ich auch so. Das Wir-Gefühl ist natürlich immer wichtig, damit man mit seinen Kunden, die man online sieht, einfach die Energie spürt. Gab es da auch schon mal Pannen bei dir? Oder Highlights in deiner Onlinekarriere?

Simone: Mit der Kamera? Nein, mit der Kamera tatsächlich noch nicht. Man hört da ja im Internet alles Mögliche, was da so für Pannen und so weiter passieren. Aber ich hatte tatsächlich bisher noch keine.

Meine einzige große Panne, die ich hatte, ganz am Anfang: Ich bin zu spät gekommen, das gleich noch vorneweg. Ich als Seminarleiter in einem Seminar. Das war schon sehr peinlich. Und zwar war das so, ich hab am Abend vorher alles hingerichtet zu Hause. Die Technik, PC. Das alles passt. Das Licht eingerichtet ... Und dann hab ich relativ kurz vorher angefangen, hab den PC hochgefahren. An dem Tag bin ich am Kabel hängen geblieben. Und dann ist der PC runtergefallen und ist runtergefahren und dann muss ich den PC wieder hochfahren. Und dann kam dieses Bild. Kannst du dir wahrscheinlich schon denken? Updates werden geladen. 0 von 100. Ich hatte Schweißflecken. Ich hatte nur noch 10 Minuten und dachte, hoffentlich geht das jetzt schnell. Auf jeden Fall bin ich zu spät gekommen. Es hat ein paar Minuten gedauert. Ich hab's nicht mehr ganz geschafft. Und ja, das war mir schon sehr peinlich.

Nadine: Und wie bist du mit der Situation umgegangen? Also die Teilnehmer waren aber noch da?

Simone: Die Teilnehmer waren noch da. Aber gut. Ich war nervös. Und ich kriege dann wirklich solche Schweißränder und das hat man wirklich auch gesehen. Und dann hab ich gesagt: „Also wie man vielleicht an meinen Schweißflecken sehen kann: Ich hatte gerade eine Panne und das ist passiert.“

Nadine: Und wie haben die Teilnehmer reagiert?

Simone: Also die haben im Prinzip erst einmal gar nichts gesagt. Das ist vielleicht ein Vorteil von online. Alle sind quasi erst mal stumm. Dann war keine große Reaktion und ich hab dann einfach sofort losgelegt.

Nadine: Das war im Prinzip eine professionelle Lösung, dass man drüber hinweg geht und dann einfach professionell weitermacht. Den Tipp kann man einfach mal an jemanden weitergeben, der neu in das Business einsteigt oder?

Simone: Ja, genau. Also einfach weitermachen und generell so bei technischen Pannen einfach weitermachen. Mein absolutes Learning war: Ich fang nie wieder nur zehn Minuten oder 15 Minuten vorher an meinen PC hochzufahren, sondern immer schon eine Stunde vorher. Und ich sag auch zu den Teilnehmern, sie sollen mindestens 10 Minuten vorher schon im Seminarraum sein.

Das ist ganz wichtig, weil wenn wir uns vorstellen, wir sind jetzt in einem Präsenzseminar, da kommen wir ja in der Regel auch ein paar Minuten früher. Suchen einen Sitzplatz, holen uns noch was zu trinken. Wir schauen, wer ist denn so da? Kennen wir vielleicht jemanden von den anderen? Und das fehlt ja online. Also wenn das Seminar um 9 Uhr beginnt und wir kommen wirklich erst um 9 Uhr, dann fehlen dieses Ankommen und die Orientierung. Sich im Raum um zu gucken: Wo kann ich jetzt hier meine Kamera an- und ausmachen? Wo ist der Chat? So ein bisschen rum klicken. Also dieses Ankommen ermöglichen. Und da sage ich dann immer schon, dass die Teilnehmer am besten 10 Minuten vorher da sein sollen. Sie können bis dahin, bis es beginnt, auch gerne noch die Kamera ausgeschaltet lassen. Weil das ist ja dann manchmal auch eine seltsame Situation, wenn man dann so Ruhmsucht und so klickt und so guckt. Da will man vielleicht auch nicht dabei gesehen werden. Ist auch völlig in Ordnung. Um 9 Uhr, wenn es dann losgeht, mache ich meine Kamera an und dann machen alle auch die Kamera an.

Nadine: Man merkt wirklich, dass du da eine große Expertise hat und schon viel Erfahrung. Vielleicht kannst du noch mal zusammenfassen: Was macht dich einzigartig? Was unterscheidet dich von den anderen auf dem Markt?

Simone: Ich hab ja diese diesen Zertifikatslehrgang „Live online Trainerin“ gemacht. Ich habe fundiertes Wissen. Gleichzeitig halte ich auch immer die Augen und Ohren offen und höre mir auch andere Methoden und Vorgehensweisen an. Und die haben einen Einfluss drauf. Also z. B. interessiert mich das Thema gewaltfreie Kommunikation sehr, das fließt so ein. Dann auch das Thema, dass es diese verschiedenen Menschentypen gibt. Wie kann ich die in einem Seminar alle abholen, mitnehmen? Techniken zum schnellen Lernen ... Genau, verschiedene Bereiche. Pädagogisch, gehirngerechtes Lernen auch aus der Neurodidaktik, zum Beispiel. Also unterschiedliche Einflüsse sind mit dabei.

Und dann ist es auch so: Ich habe tatsächlich das alles auch ausprobiert. Es ist nicht so, dass ich das nur theoretisch irgendwie gehört habe, sondern ich mache es auch und ich hab's ausprobiert. Und ich kann sagen, das funktioniert, das funktioniert nicht. Und das ist noch viel wichtiger: Das funktioniert nur, wenn du das und das so machst. Das ist manchmal das Thema. Dann liest man irgendwo über eine Interaktion, die man machen kann. Oder eine Methode. Aber viel wichtiger dabei ist immer die Anleitung dazu. Also wie ich das korrekt anleite.

Nadine: Und wenn du jetzt zurückblickst: Was war das Schönste, was du bisher so erlebt hast? Oder dein schönster Auftrag oder irgendwas, was uns vielleicht noch erzählen kannst?

Simone: Gute Frage. Ich habe so viele schöne Erlebnisse. Ich glaube, fast jeder würde ich jetzt behaupten, hat schon mittlerweile einfach Onlineerfahrung in verschiedenen Settings, also jetzt in Videokonferenzen oder Unterricht oder Seminare oder Besprechungen ... Und da bringt ja jeder so ein bisschen seine Erfahrungen mit. Und wenn die Teilnehmer dann sagen: „Wow, damit hab ich jetzt nicht gerechnet, das war ja online so wie wenn wir normal wären. Ich hab die Zeit vergessen.“ Darüber freue ich mich. Wenn jemand sagt: „Ich hätte nicht gedacht, dass es so interaktiv sein kann.“ Natürlich. Vor allem, wenn die dann sagen: „Ich hab wirklich was mitgenommen.“ Also das hat mir wirklich was gebracht, hier einen Tag lang oder mehrere Stunden lang zuzuhören. Also das ist das, was mich dann sehr erfreut.

Nadine: Hast du für mich jetzt vielleicht noch irgendeine kleine Übung oder ein Tipp, was ich machen könnte? Oder auch etwas, was du unseren Zuschauern so spontan mitgeben kannst?

Simone: Also ein Thema, was spontan vielleicht geht, ist dieses "bewegt machen". Damit meine ich jetzt quasi aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Lerninhalte bewegt zu gestalten. Unser Gehirn mag gerne Bewegung und mag auch wenn sich Lerninhalte bewegen. Also im Sinne von nicht alles vorgefertigt zeigen, sondern Stück für Stück aufbauend, ergänzend oder sogar gemeinsam erarbeitend. Den Lernprozess bewegt gestalten.

Und die dritte Bewegung ist dann emotional bewegen. Das geht auch online. Also auch da höre ich oft: „Online? Wie soll das gehen? Die Emotionen? Das funktioniert ja gar nicht.“ Aber die Energie ist ganz wichtig und es lassen sich alle Arten von Emotionen übertragen. Wenn jemand sagt, digital geht es irgendwie nicht, dann stelle ich meistens erst mal die Frage, ob er denn schon mal bei einem Film geweint oder gelacht hat oder voller Spannung vorm Fernseher saß. Und dann sagen viele Ja. Und dann sage ich ja, das ist ja auch nur dem Bildschirm. Und da werden auch Emotionen übertragen. Das funktioniert auch.

Nadine: Das kommt meiner Frage sehr nah, was gutes Online-Coaching für dich ist. Dass es Emotionen transportieren kann. Was macht für dich gutes Online-Coaching noch aus?

Simone:  Sehe ich auch so. Emotionen. Wir sind uns nah. Wir sind soziale Wesen. Und dass wir wirklich ein Gefühl der Verbundenheit haben, dass das auch online aufgebaut werden kann. Das finde ich wichtig.

Ich find es auch wichtig, dass schon vor dem eigentlichen Coaching klar ist: „Okay, wie wird das jetzt ablaufen oder was brauche ich? Brauche ich nicht?“ Das finde ich auch wichtig.

Die Menschlichkeit finde ich wichtig. Eine Offenheit und einfach auch die Wahlmöglichkeit zu haben, dass man nicht das Gefühl hat, man muss das unbedingt so und so machen, sondern dass wirklich das Gegenüber dann noch entscheiden kann, wie er es denn jetzt macht und was er sich da herauspickt. Es kann ja unterschiedlich sein und es muss ja nicht alles sein, was ich komplett mitnehme und immer mach. Aber ja, dass derjenige selber die Wahlmöglichkeit hat.

Nadine: Ich bin schon total begeistert. Ich finde das jetzt schon sehr lebendig. Ich stelle am Ende meiner Interviews immer gerne die Frage: Wenn du eine Minute Zeit hättest, zu der ganzen Welt zu sprechen, was würdest du der Welt als Botschaft mitgeben wollen?

Simone: Eine Minute? Ja, was würde ich sagen? Im Prinzip denke ich, es kommt wirklich darauf an, eine gute Zeit zu haben. Das ist, was mir am Herzen liegt, eine gute Zeit zu haben, eine gute Zeit im Leben, also hier auf Erden, eine gute Zeit im Beruf zu haben, eine gute Zeit in der Familie zu haben, im Seminar eine gute Zeit zu haben. Eine gute Zeit zu haben, das hat jeder auch selber in der Hand und darf das auch mitgestalten und beeinflussen und da mutig zu sein und sich rausnehmen, das selber gut zu gestalten.

Nadine: Was tust du für dich persönlich? Wir wollen dich ja noch ein bisschen kennenlernen. Was tust du dafür, damit du selbst eine gute Zeit auf Erden hast? So auch in deinem privaten oder beruflichen Kontext.

Simone: Ja, was tue ich dafür wahr? Ich glaube, das ist auch vielseitig. Ich glaube auch, dass es für jeden anders ist. Es fängt bei mir vieles mit der Kommunikation an. Ich denke, Worte haben wirklich eine Macht und können wirklich sehr verletzen. Dass ich einfach drauf achte, wie ich was sage. Und eine gute Zeit haben. Wirklich auch Spaß haben. Also ich tanze wirklich sehr gerne, höre gerne Musik. Ich habe auch mal gelesen, es war irgendwie so ein Tipp in Corona Zeiten: Man soll einmal am Tag ein Lieblingslied hören und tanzen. Und das fand ich ganz lustig, weil das ist ja tatsächlich sowieso schon gemacht. Spaß haben und nicht alles so ernst zu nehmen. Also ja, einfach ein bisschen leicht sein, locker sein und das Beste draus machen aus dem, wie es ist.

Nadine: Man merkt, du bist in der Online-Welt schon sehr zu Hause. Ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass du auch bei mir im Coaching bist. Warum würdest du Leuten empfehlen, an einem Coaching teilzunehmen? Weil der Begriff Coaching ist ja sozusagen auch ein bisschen oft negativ behaftet. Was ist für dich das Positive an Coachings generell und an einem Online-Coaching? Welchen Mehrwert nimmst du aus meinem Coaching mit oder auch generell von Coachings?

Simone: Es ist wirklich so hilfreich. Ich hab dann manchmal das Gefühl, ich sehe vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Und dann hilft dieser Blick von außen. Allein für das hat sich ein Coaching schon locker bezahlt gemacht. Einfach um klarer zu sehen. Zum Beispiel auch, um noch mal das Beste aus dir herauszuholen, sozusagen. Das jemand anders, dir einfach einen liebevollen Arschtritt gibt. Ist ja auch manchmal hilfreich. Und ein Coaching macht ja einen Veränderungsprozess mit dir. Und so ist es auch bei dir im Coaching. Es ist wirklich eine Veränderung, die angestoßen wird in einem selber und dann auch begleitet wird. Und ich würde jedem empfehlen, ein Coaching zu machen.

Nadine: Ich erlebe das auch so bei mir. Ich habe auch immer Coaches an meiner Seite, weil man doch oft auch blinde Flecken hat, die man nicht sieht. Und letztendlich kommt die Veränderung ja auch aus einem selbst raus. Also der Coach ist ja eben im Gegensatz zum Trainer, der seine Methode lehrt, ist für mich Coach auch jemand, der einfach anstupst und dann einfach eine Veränderung auslöst, die aber ja dann letztendlich der Coachee selbst für sich trifft. Und da eben einfach nur begleitet wird. Also nicht, dass derjenige einem hilft, er begleitet ihn. Es ist für mich auch noch mal ein Unterschied.

Nadine: Wo könnte dich denn die Zuhörer, die Zuschauer finden? Wo finden dich denn die Leute online?

Simone: Ich hab eine Website. Simonekrotz.de

Ich habe eine Instagram Seite und bald ist es so weit, dass mein Online-Kurs fertig sein wird. Das sind so die ersten Kontaktseiten: auf der Website oder Instagram.

Nadine: Magst du uns ein bisschen exklusiv verraten, was so ein Teil deines Online-Kurses sein wird?

Simone: Also im Prinzip schon vieles, was wir jetzt alles auch schon so angeteasert haben oder was ich ganz grob irgendwie kurz erwähnt habe. Also der Online-Kurs geht dann darum, wie ein online Live Seminar wirklich gut gestaltet werden kann. Und es werden wahrscheinlich vier Module sein mit einem mit einem Überraschungsmodul. Das verrate ich noch nicht. Die Technik ist dabei, der Einstieg, der Ablauf, die Kamerawirkung und die Interaktion. Das sind so grob die Überschriften.

Nadine: Danke, dass du so viel Mehrwert mitgeliefert hast. Ich bin immer ganz begeistert von den Interviews, weil ich immer wieder was Neues mitnehme. Wenn es euch gefallen hat, hinterlasst uns gerne einen Like und die Simone findet ihr auch die simonekrotz.de. Auch das packen wir in die Shownotes unten rein, damit ihr die Simone auf jeden Fall finden könnt.

 

Wir freuen uns, wenn ihr auch Teil unserer Community werden wollt, dann abonniert unseren Newsletter, abonniert den Youtube-Kanal und den Podcast, Instagram, Facebook. Wir sind überall vertreten und ja, dann danke ich dir für dieses supernette Gespräch. Ich freue mich wahnsinnig mit dir weiterzuarbeiten. Und danke, dass du dir die Zeit genommen hast für dieses Interview.

 

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